Rückblick: "Ökumenisches" Teeseminar in Berlin 2016

Das hat es in Deutschland bisher wohl noch nicht gegeben: eine mehrtägige Teeveranstaltung an der drei Teeschulen gemeinsam mitgewirkt haben! Allem vorausgegangen ist die gemeinsame Nutzung des Teeraums Bôki im Museum für Asiatische Kunst in Berlin durch die Vereine Urasenke Teeweg-Verein Berlin e.V. sowie Ueda Sôko e.V., bei der die Mitglieder hin und wieder auch Gelegenheit haben, den jeweils anderen Teestil kennenzulernen. So entstand die Idee, zu einem gemeinsamen Seminar, zu dem auch eine dritte Teeschule eingeladen werden sollte. Es freut uns sehr, dass wir Herrn Yudo Ikushima, Zen-Oberpriester des Raikyuji-Tempel in Takahashi und Teemeister der Kobori Enshû Schule für diese Veranstaltung gewinnen konnten. Zusammen mit  der Teemeisterin Rie Miyahara sowie der Töpferin Mari Zenimoto ist die Gruppe extra aus Japan angereist.

Am Donnerstag, den 30. Juni 2016 hat Ikushima-sensei einen Vortrag im Japanisch-Deutschen Zentrum in Berlin gehalten, zu dem etwa 50 Besucher kamen. Der darauffolgende Freitag und der Sonntag, waren voll und ganz der Tee-Übung gewidmet, bei der Urasenke, Ueda Sokô-Ryû und Enshû-Ryu abwechselnd Zeremonien zeigten. Während die Teilnahme an beiden Seminar-Tage nur den Mitgliedern der drei Teeschulen zugedacht war, gab es am Samstag die Möglichkeit sich zu öffentlichen Vorführungen anzumelden, was viele Besucher, trotz des sommerlichen Wetters, ins Museum lockte.   

 

Ohne Mitwirkung der Urasenke-Gruppe hätten wir eine solche Veranstaltung niemals allein organisieren können. Unser besonderer Dank geht auch an das Museum für Asiatische Kunst für die freundliche Erlaubnis, den wunderschönen Teeraum Bôki dafür benutzen zu dürfen.